Gastbeitrag: "Aber so viele der Regulierungen sind überflüssig."

Per Dekret vom 28.3.2017, hat der US Präsident Donald Trump seine Abkehr von Klimaschutz untermauert. Alles Erneuerbare und Saubere muss weg. Alles was uns aus diesem kolossalen Chaos namens Klimawandel herausholen soll, muss weg. Das Weiße Haus hat eine ziemlich clevere Antwort auf Trumps Demontage des Klimawandel-Abkommens seines Vorgängers: „…der Präsident war sehr deutlich, dass er nicht die Klimapolitik verfolgen wird, die die US-Wirtschaft gefährdet. Es ist sehr einfach“.

Ist es so "einfach"?. Trump hat sein Desinteresse für das Klima nie versteckt. Jetzt hebt der selbsternannte „Freund der Minenarbeiter“ den Stopp der Verpachtung von staatlichem Land für Kohleförderung auf und drückt die Standards runter. Barack Obama hat den Standard so hoch gesetzt, dass neue Kraftwerke, die mit Kohle arbeiten, hohe CO2-Emissionen Standards einhalten müssen. Das können sie nur schaffen durch die Umsetzung der speziellen Co2 Speicher-Technologie oder „carbon capture and storage“ (CCS). Nun ist dies nicht mehr so nötig. Flankiert von Minenarbeiter und Kohlekonzern-Chefs präsentierte Trump ganz stolz sein „Energy Independence“ Dekret. Aber verdienen dann damit auch die Minenarbeiter mehr oder eher die großen Konzerne?

Der „Clean Power Plan“, Trägt Obamas Handschrift. Der Plan verlangt Emissionen aus bestehenden Kraftwerken in den USA bis 2030 um 32% unter das Niveau von 2005 zu senken. Dieses Konzept wird gestoppt und von Trump auf den Prüfstand gestellt. Entweder Trumps EPA Mann Scott Pruitt legt den Clean-Power-Plan mit der Aussage es gäbe keine Notwendigkeit Treibhausgase zu regulieren ganz ad acta, oder eine niedrigere „Benchmark“ wird vorgeschlagen. Laut Trumps Dekret müssen Bundesbehörden auch nicht mehr die Auswirkung des Klimawandels bedenken, wenn sie neue Projekte auflegen. Das ist noch nicht alles. Trump hat auch die Begrenzungen der Methan-Emissionen in der Öl- und Gasindustrie geändert.

So will sich die USA unabhängig von ausländischen Energiequellen machen. Und wenn sich Behörden und Firmen nicht mehr über Klimawandel ehrliche Gedanken machen müssen, dann es ist ja „Field Day!“ für viele „schmutzige“ Geschäfte. Der Präsident der „Union of Concerned Scientists“ Ken Kimmell sagte „Die Trump Abrissbirne zerstört weiter“. Der Krieg gegen Kohle ist anscheinend vorbei. Nun beginnt Trumps persönlicher Krieg gegen ein gesundes Ökosystem, sauberes Wasser und saubere Luft, Gesundheit und gesundes Klima oder wie der amerikanische Präsident sagt: „so viele der Regulierungen sind so überflüssig.“

Zur deutschen Klimapolitik diskutieren wir mit hessischen Landespolitikern auf der PV-Betreiberkonferenz am 5. Mai in Kassel. mehr Informationen

Wir danken Shamsiah Ali-Oettinger, Content Managerin bei der Solarpraxis Neue Energiewelt AG, für diesen Gastbeitrag.